Über uns

Oase e.V. - Wohnprojekte für gemeinschaftliches Leben

Offen, alternativ, selbstbestimmt, engagiert - ist Name und Programm unseres 2002 gegründeten gemeinnützigen Vereins Oase e.V., mit dem wir uns für die Verwirklichung von gemeinschaftlich organisierten, generationenverbindenden Wohnformen in Heidelberg einsetzen.


Unser Ziel ist es, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen, die sich für die Idee des gemeinschaftlichen Wohnens interessieren und die mithelfen, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Unser erstes Wohnprojekt "PRISMA" wurde im Dezember 2009 fertiggestellt.

Unser zweites Projekt "Horizonte" hat im Januar 2019 sein neues Domizil bezogen. Weitere Projekte werden bei Interesse initiiert. Interessierte und aktive neue Mitglieder sind daher immer herzlich willkommen!

Wir sind Mitglied im Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V.

Presseartikel


Rhein-Neckar-Zeitung 17.9.2020

Gemeindeblatt Friedensgemeinde Februar 2021

10 Jahre Prisma, 10 Jahre gemeinschaftliches Mehrgenerationenwohnen - das wollten wir letztes Jahr gründlich feiern, und dann kam Corona. Das Fest fiel ins Wasser, statt dessen viele Fragen, wie mit der neuen Situation umzugehen ist. Eine von vielen, die wir mal mehr mal weniger gut bewältigen. Wir, das sind 55 MitbewohnerInnen im Alter zwischen 1 Jahr und 82 Jahren, verteilt auf 25 Wohnungen samt Gemeinschaftsflächen, bestehend aus zwei Gemeinschaftsräumen, einer Werkstatt, einem Gästezimmer, Garten und einer Dachterrasse.

Entstanden ist unser Projekt aus einer Idee der Akademie der Älteren im Jahre 1999. Ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für Ältere sollte entstehen. Von der alten Crew ist niemand mehr dabei, es gab viel Wechsel und über viele Jahre hinweg wurde diskutiert, geplant, verworfen, neu kreiert - es waren anstrengende Jahre mit Freud und Leid und immer mit dem Ziel, Gemeinschaft zu erschaffen. Und dies geschah ganz nebenbei im Zuge der vielen Planungstreffen und schnell zu fällenden Entscheidungen schon lange vor dem Einzug. Jeder weiß, wie der andere tickt, wie er argumentiert, was ihm wichtig sein könnte. Neue Mitglieder bereichern unsere Gruppe und gemeinsam lernten und lernen wir immer noch vor allem Toleranz. Das ist nicht immer einfach, aber eben auch möglich und es gilt, Kommunikationsformen zu schaffen, die dazu beitragen, dass jeder gehört wird.

Inzwischen haben wir viele Feuerproben bestanden: Kinderbetreuung, Bauschäden, Krankheit und auch Tod. Aber es sind auch die kleinen Dinge, die das gemeinschaftliche Leben bereichern: auf schnellem Weg das fehlende Gewürz für die Suppe, das letzte Ei für den Kuchen oder die Matratze für den Gast. Selten ist etwas nicht möglich. Dazu die regelmäßigen Angebote wie Pilates, Theater, Nähen und auch so manche kulturelle Darbietung für alle und die vielen Feste und jeder bringt sich ein, wie er kann und wie er mag. Und nicht selten ist der Weg in die eigene Wohnung wegen der vielen netten Begegnungen unterwegs länger als man denkt.

Es hat sich also gelohnt, dieses Projekt auf den Weg gebracht zu haben und jetzt ist da immer noch ein großes Staunen darüber, dass es möglich war.

 - Dorothee Krieger -